11.02.2016 Mittelstandstag

Mittelstandstag der Volksbanken und Raiffeisenbanken:

Sachsen-Anhalt soll Digitalisierung mit realwirtschaftlicher Wertschöpfung verbinden


Magdeburg, 12. Februar 2016 – Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff will den IT-Standort Sachsen-Anhalt weiter ausbauen, aber zugleich auf industrielle Produktion setzen. Das kündigte er vor rund 480 mittelständischen Unternehmern an, die auf Einladung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Sachsen-Anhalt ins Maritim Hotel Magdeburg gekommen waren.

Zahlreiche Kunden unseres Hauses waren ebenfalls der Einladung unseres Vorstandes Frau Beate Lyga und Herrn Thomas Metzke gefolgt und reisten zum Teil gemeinsam in Magdeburg an. Sie erhielten interessante Einblicke in die Informatikwelt auch wie leicht sich Hacker in die Fimensoftware einloggen könnten.

Zur Eröffnung des Mittelstandstags hatte Uwe Fabig, Vorstandsmitglied der Magdeburger Volksbank, betont, dass Sachsen-Anhalt vom Mittelstand getragen werde. „Auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken verstehen sich als Teil dieses Mittelstands.“ Aus Sicht der kleinen und mittleren Unternehmen seien vor allem die zukünftigen politischen, infra-strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen von großem Interesse. „Transparenz und Berechenbarkeit sind hier wichtig, damit die Unternehmen erfolgreich arbeiten und Herausforderungen wie Digitalisierung als Chance nutzen können.“

Bei den Kreditgenossenschaften werde trotz des Angebots moderner Lösungen wie Mobile Banking „die Dienstleistung immer ein Gesicht haben.“ Digitale Sicherheit und Daten-management im Mittelstand bildeten den inhaltlichen Rahmen des Unternehmertags. Modernes Datenmanagement lautete das Thema von Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Senator und langjähriger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Daten werden der Innovations-treiber Nummer eins“, ist der Wissenschaftler sicher, der 2009 zum Manager des Jahres gewählt wurde. Flexibilisierung sei dabei ein Megatrend. So werde „smarter working“ die Zukunft prägen: „Nicht mehr die Menschen kommen zur Arbeit, sondern die Arbeit zu den Menschen.“ Sicherheit und Identitätsmanagement seien entscheidende Kriterien für eine leistungsfähige Technologieinfrastruktur.

Wie man Cyberattacken erfolgreich abwehrt, demonstrierte Mark Semmler. Der Diplom-Informatiker war früher ein Hacker. Heute schützt er als Berater für IT-Sicherheit Unter-nehmen vor kriminellen Angriffen aus dem Web. Dass die bedarfsgerechte Absicherung von Informationen eine große Herausforderung darstellt, zeigte er mit einem Live-Hacking-Experiment. Die große Anfälligkeit vieler Unternehmen und Organisationen für Datenspionage erklärt er mit teils „uralten Systemen, die noch im Einsatz sind.“ Es sei aber eine Illusion, 100 Prozent Sicherheit von Virenscannern zu erwarten. Das Problem sei nicht ausschließlich technisch zu lösen, sondern man müsse mit Sensibilisierung, Schulung und klaren Verant-wortlichkeiten bei den Mitarbeitern ansetzen.